Sprachbildung - Grundlegende Leitlinien


„Die Kinder lesen heutzutage gar nicht mehr, sie sitzen nur noch vor Fernseher und Computer...”
„Die tägliche Unterhaltung zwischen Familienmitgliedern beläuft sich, wenn es hoch kommt, in unserer hektischen Zeit auf gerade mal zehn Minuten...”
„Unterhaltung in Umgangssprache und Jugendjargon ist cool, korrektes Deutsch anstrengend und nicht mehr allen bekannt...”
„Tagebuchschreiben ist out, smsen mit vielfältigen Abkürzungen in...”

 

Klagende Aussagen dieser Art sind uns allen vertraut - schlechte Zeiten also für die deutsche Sprache? Schlechte Zeiten etwa gar für unsere Kinder, die gutes Deutsch doch für gute Schulabschlüsse und nicht zuletzt für bessere Chancen im Leben brauchen?

 

Unser Angebot der Sprachbildung will die Schüler in ihrer sprachlichen Entwicklung auf vielfältige Art und Weise unterstützen und dazu beitragen, dass jedes Kind möglichst den Schulabschluss erreicht, der seinen Möglichkeiten entspricht.


Bei unserer Arbeit sind uns folgende Aspekte besonders wichtig:

„Gut Ding will Weile haben!”

Deshalb ist unsere Arbeit langfristig ausgerichtet und umfasst alle Jahrgänge.


„Bange machen gilt nicht!”

Für schulischen Erfolg müssen wir die Verwendung von Bildungssprache konsequent fördern, also auch anspruchsvolle Inhalte einbeziehen.

 

„Man lernt nie aus!”

Unsere Sprachbildung orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und an den Erfahrungen, die wir bisher bei der sprachlichen Förderung unserer Schüler gesammelt haben. Um die Ergebnisse zu verbessern, bilden wir uns fort, werten unsere Arbeit regelmäßig aus und entwickeln unser Angebot weiter.


„Selbst ist die Frau! Selbst ist der Mann!”

Wir setzen Methoden ein, bei denen Schüler verstärkt selbstverantwortlich und voneinander lernen, so dass Freude am Erfolg, Selbstbewusstsein und Bereitschaft zu weiterem Lernen wachsen können.


„Gemeinsam sind wir stark!”

Die Vermittlung guter Deutschkenntnisse ist Aufgabe aller Fächer. Zur Bündelung unserer Kräfte haben wir gemeinsame Schwerpunkte für die Sprachbildung festgelegt.


„Eines schickt sich nicht für alle!”

Wir möchten bei der Sprachbildung der Kinder möglichst von dem Stand ausgehen, an dem sich jedes einzelne Kind befindet. Es gibt also Angebote für verschiedene Jahrgangsstufen und Angebote, die besondere Bereiche der deutschen Sprache wie Rechtschreibung, Grammatik, Lesen, Schreiben usw. betreffen. Wir sorgen für möglichst kleine Fördergruppen. Zusätzlich zu einem verpflichtenden Förderunterricht in den unteren Jahrgangsstufen gibt es auch Angebote, die freiwillig besucht werden können, z.B. die Schülerbibliothek oder spezielle Arbeitsgruppen.


„Doppelt genäht hält besser!”

Die Inhalte unserer Sprachbildung sind vor allem in den unteren Jahrgangsstufen mit den Inhalten des Fremdsprachenunterrichts (und eines eventuellen muttersprachlichen Unterrichts, z.B. Türkisch) abgestimmt, so dass die Kinder die verschiedenen sprachlichen Phänomene in sinnvoller Reihenfolge lernen und Unterschiede bewusst herausarbeiten können.


„Probieren geht über Studieren!”

Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Kinder durch praktische Anwendung lernen (z.B. in Vorträgen oder Aufsätzen). Die wesentlichen Bereiche der Sprachbildung (Grammatikvermittlung, Schreibförderung, Leseförderung und Wortschatzarbeit) sollen sich dabei möglichst gegenseitig unterstützen.